Erdmann ermittelt

Beweisstück · Fallakten 14–16

Band 3 · Erdmann ermittelt

Softcover: 22,50 € E-Book: 9,99 €

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Drei neue Fallakten

In Band 1 hatten die Täter ein Motiv. In Band 2 hatten sie eine Gelegenheit. In Band 3 haben sie eine Zuständigkeit.

Eine Verbandsjuristin. Eine Schatzmeisterin. Ein Geschäftsstellenleiter. Drei Menschen mit Visitenkarte, Unterschriftsbefugnis und einem Platz in der Tagesordnung. Was sie tun, sieht aus wie Verwaltung, und ein Teil davon ist es auch. Der andere Teil kostet einen Menschen das Leben.

Erdmann ist einundsiebzig geworden. Das Knie meldet sich an kalten Morgen, der Kaffee im Thermosbecher ist meistens kalt, und er sitzt noch immer dort, wo er immer gesessen hat: am Rand des Platzes, im Schatten. Nur reicht das, was er dort sieht, diesmal weiter als bis zum Zaun. Es reicht bis in Verbandsbüros, in Haushaltspläne und in Akten, die vier Jahre alt sind und immer noch jemandem gehören.

Band 3

Die drei Fallakten

14 · Ausgekloppt

Ein Neunzehnjähriger zerstört im Training seine eigenen Schläger, und sein Vater, der einmal Schatzmeister war, schweigt dazu. Auf einem Griffband steht eine Zahl, grob geschrieben, von einer Hand, die zittert. Was aussieht wie Jugendärger, ist eine Erpressung mit vier Jahren Anlauf. Und die Person, die sie steuert, sitzt an keinem Tisch, an dem Erdmann bisher gesessen hat.

15 · Punkt, Satz – plötzlich weg

Bei fünf zu vier, Vorteil Aufschläger, verschwindet ein Spieler vom Platz. Vor zweihundert Zuschauern, bei laufender Kamera, zwischen zwei Aufschlägen. Sein Schläger liegt im Sand, seine Tasche steht ordentlich wie ein Vorwurf, und hinter dem Sichtschutz sind zwei Halteklammern sauber durchgekniffen. Er ist nicht geholt worden. Er ist gelaufen. Die Frage ist nicht, wohin, sondern wovor.

16 · Der Tag, an dem der Sand tobte

Eine Böenfront zieht über die Anlage, eine Kiefer fällt, der Jugendwart ist tot. Höhere Gewalt, sagen alle, und niemand kann etwas dafür. Zwei Jahre vorher hat ein Gutachten genau diesen Baum zur Fällung empfohlen. Vierundzwanzig Minuten lang war das Clubhaus leer. Erdmann braucht drei Tage, um zu begreifen, dass es vier waren.

Was sich in Band 3 ändert

Aus fünf kurzen Fallakten sind drei ausgewachsene Romane geworden. Jeder Fall hat jetzt den Platz, den er braucht: mehr Figuren mit eigenem Einsatz, längere Wege, ein Rätsel, das über sechzehn Kapitel trägt statt über sieben.

Und der Ton ist dunkler geworden. Nicht blutiger, das bleibt, wie es war. Aber die Gegner sind größer, sie haben Anwälte, und sie verlieren nicht, indem jemand ihnen Handschellen anlegt, sondern indem eine Zahl nicht mehr zu ihnen passt.

Was dieses Buch ist, und was nicht

Kein Blut, keine Forensik, keine Serienmörder. Die Spannung kommt aus Fristen, die ablaufen, aus Zahlen, die nicht aufgehen, und aus der Frage, wer gerade lügt. Ein Krimi, den man abends zu Ende lesen kann, ohne dass er einem die Nacht verdirbt, und der trotzdem nicht harmlos ist.

Dafür kann man gewinnen. Jeder Fall enthält ein Rätsel, das fair mitlösbar ist: eine Ziffernfolge auf einer Getränkekarte, ein Schlüssel zwischen sechs Griffbändern, eine Uhr am Clubhausgiebel, die jeder abliest und keiner nachstellt. Alles, was Erdmann hat, hat der Leser auch, und zwar bevor es gebraucht wird. Wer mitzählt, kann vor ihm dort sein.

An seiner Seite:

Schröder, der längst kein Assistent mehr ist und es auch nicht mehr sein will. In diesen drei Fällen zieht er einmal seine Dienstwaffe und feuert nicht, bricht einmal eine Anweisung, weil sich die Lage geändert hat, und hört einmal einen alten Mann sagen, dass er tun wird, was der Jüngere anordnet.

Lina Berg, deren journalistischer Blick die Lücken sieht, die Erdmann noch nicht so nennen will, und die diesmal etwas zu verlieren hat. Und der Leser, der wie ein weiterer Ermittler am Zaun steht.

Ohne Blutrausch, aber mit Scharfsinn. Ohne Cliffhanger-Klischees, aber mit Haltung. Und immer mit Berliner Schnauze.

Muss man Band 1 und 2 kennen?

Nein. Jede Fallakte steht für sich. Wer die ersten beiden Bände gelesen hat, sieht allerdings, wie weit Schröder gekommen ist, und versteht, warum Erdmann an einer bestimmten Stelle drei Schritte zurückgeht, ohne ein Wort zu sagen.

Der Band

Erschienen am 12. Oktober 2026

Taschenbuch · ISBN 978-3-567-01374-4

eBook · ISBN 978-3-567-01375-1

Wer das Dezernat direkt unterstützen möchte, bestellt über tredition. Dort landen die meisten Taler in Erdmanns Kaffeekasse, und wir wissen beide: ohne Koffein läuft hier gar nichts.

Natürlich gibt es den Band auch bei Amazon, Thalia, Hugendubel, Bücher.de und allen anderen bekannten Händlern. Einfach bestellen und liefern lassen, ganz ohne Rätselraten.

Oder, für alle, die gern mit Menschen reden, im Buchladen an der Ecke. Dort dauert es vielleicht zwei bis fünf Tage länger, aber der persönliche Kontakt ist bekanntlich durch nichts zu ersetzen.

Danke fürs Mitlesen, Mitfiebern und Mitraten. Und für all die Ideen, Hinweise und humorvollen Nachrichten, die mich weiterschreiben lassen.

Claudio Gärtner

Zugehörige Fallakten

Die vollständigen Vorschautexte zu den Fällen dieses Bandes sind im Archiv zusammengefasst.