Fallakten 9–13
Fallakten · Band 2
Hier liegen die Fälle aus Band 2. Öffnen Sie eine Akte, um mehr über den Fall zu erfahren. Die ausführlichen Vorschauen können wichtige Wendungen verraten.
Die Akten dieses Bandes
Fallakte 9 · Aufschlag mit Deckung
Eine Agentur mit tadelloser Website, ein Förderverein mit klingenden Namen, Zitate von Sponsoren, die niemand je getroffen hat. Gestohlen wird in diesem Fall kein Geld. Gestohlen wird Zustimmung: Häkchen, die nachträglich in alte Sitzungsprotokolle gewandert sind, Beschlüsse, die nie gefasst wurden, Mitwisser, die mitmachen, weil man ihnen einmal einen Gefallen getan hat. Erdmann sucht deshalb nicht nach einer Kontobewegung, sondern nach der Stelle, an der eine Unterschrift zum ersten Mal ungedeckt war.
Fallakte 10 · Zugang unbefugt
Ein aufgebrochener Spind, eine saubere Einbruchspur und eine Zutrittskarte, die es nur eine einzige Nacht lang gegeben hat. Alles deutet auf einen Mann, der wie der Architekt der ganzen Inszenierung wirkt, bis Erdmann bemerkt, dass dieser Mann ihr erstes Opfer ist. Dahinter liegt ein vergessener Restzugang im System des Vereins, den seit Jahren niemand gelöscht hat, und jemand, der genau weiß, wie man ihn benutzt. Nicht jeder in diesem Fallwird gefasst. Und nicht jeder zu Unrecht Verdächtigte bleibt beschädigt.
Fallakte 11 · Kein Braten ohne Leiche
Zwei Männer, zwei Entscheidungen, kein gemeinsamer Plan. Der eine besorgt etwas aus Kränkung, der andere verwendet es aus Geldnot, und keiner von beiden wollte einen Toten. Am Ende liegt trotzdem einer da, weil ein Herzleiden im Spiel war, von dem nicht einmal der Betroffene wusste. Erdmann muss in diesem Fall nicht die Schuld finden, sondern sie aufteilen, und das ist erheblich schwerer, wenn Anstifter und Ausführender nie miteinander gesprochen haben.
Fallakte 12 · Der Ball war weg
Im Verein wird Geld umverteilt, das dem Verteiler nicht gehört, und er tut es aus einem anständigen Grund. Er gesteht sogar, öffentlich, und nimmt alles auf sich. Damit wäre der Fall erledigt, wenn Erdmann nicht eine Zahl im Kopf behalten hätte, die zu diesem Geständnis nicht passt. Jemand anderes benutzt denselben Weg schon eine ganze Weile, still und für sich, und dieser zweite Mann wird im Verein nie entdeckt. Der Leser weiß am Ende mehr als der Vorstand.
Fallakte 13 · Das Schweigen im Clubhaus
Eine Buchhalterin will Missstände bei den Fördergeldern offenlegen und verschwindet nach dem Vereinsabend. Sie kommt zurück, lebend, aber nicht mehr dieselbe. Einen Täter gibt es nicht. Es gibt ein Verfahren in drei Stufen, das nie jemand beschlossen hat: beruhigen, begleiten, vergessen. Erdmann findet einen zweiten Fall aus früheren Jahren, der genauso verlief, und damit die unangenehmste Erkenntnis dieser Reihe. Ein Verein muss nichts Böses tun, um jemanden zum Schweigen zu bringen. Er muss nur seine Gewohnheiten haben.





