Fallakten 14–16
Fallakten · Band 3
Hier liegen die Fälle aus Band 3. Öffnen Sie eine Akte, um mehr über den Fall zu erfahren. Die ausführlichen Vorschauen können wichtige Wendungen verraten.
Die Akten dieses Bandes
Fallakte 14 · Ausgekloppt
Ein Neunzehnjähriger zerstört im Training seine eigenen Schläger, und sein Vater, der einmal Schatzmeister war, schweigt dazu. Auf einem Griffband steht eine Zahl, grob geschrieben, von einer Hand, die zittert. Was aussieht wie Jugendärger, ist eine Erpressung mit vier Jahren Anlauf: Eine vertuschte Wirtschaftssache soll Druck auf einen Mann erzeugen, der längst nichts mehr zu entscheiden hat. Erdmanns Weg führt zum ersten Mal aus dem Verein hinaus, bis in die Geschäftsstelle des Verbands, und die Person, die alles steuert, saß an keinem Tisch, an dem er bisher gesessen hat.
Fallakte 15 · Punkt, Satz – plötzlich weg
Bei fünf zu vier verschwindet ein Spieler vom Platz. Vor zweihundert Zuschauern, zwischenzwei Aufschlägen. Sein Schläger liegt im Sand, seine Tasche steht ordentlich wie ein Vorwurf, und hinter dem Sichtschutz sind zwei Halteklammern sauber durchgekniffen. Er ist nicht geholt worden, er ist gelaufen, und die Frage ist nicht, wohin, sondern wovor. Dahinter arbeitet ein System, das Nachwuchsspieler als Kuriere benutzt und seinen Takt von etwas bezieht, das jeder auf der Anlage hört und keiner bemerkt. Die wichtigste Zeugin ist die Person, die dort niemand sieht.
Fallakte 16 · Der Tag, an dem der Sand tobte
Eine Böenfront zieht über die Anlage, eine Kiefer fällt, der Jugendwart ist tot. Höhere Gewalt, sagen alle, und niemand kann etwas dafür. Zwei Jahre vorher hat ein Gutachten genau diesen Baum zur Fällung empfohlen. Die Angebote wurden eingeholt und nie beauftragt, das Geld ging woandershin. Vierundzwanzig Minuten lang war das Clubhaus an diesem Nachmittag leer. Erdmann braucht drei Tage, um zu begreifen, dass es vier waren, und einen Fünfzehnjährigen, der den Toten gefunden hat und seitdem nicht mehr auftaucht.



